Einige Homepages habe ich bereits auf die Beine gestellt und immer wieder habe ich damit gekämpft: XAMPP wurde immer und immer langsamer. Was kann man dagegen tun?

Vorgeschichte

Mit dieser Homepage nun habe ich beschlossen, mich nach einer Alternative umzusehen. Mein erster Gedanke war der Raspberry Pi 2, den ich mir vor kurzem gekauft hatte (und der immer noch verpackt hier auf meinem Arbeitsplatz liegt). Eigentlich eine coole Idee.

Doch dann habe ich die Oracle VM VirtualBox Maschine auf meinem Desktop gesehen, die hier seit einiger Zeit herumdümpelt. Warum nicht die benutzen?

Immer wieder habe ich mit Linux geliebäugelt und in einer virtuellen Umgebung verschiedenste Varianten - Ubuntu, Kubuntu und Arch - getestet, doch bin ich immer wieder zu Windows zurückgekehrt.

Zurück zur eigentlichen Idee. Ich wollte also einen eigenen kleinen Webserver auf die Beine stellen, mit dem ich meine Homepages schnell und lokal konfigurieren konnte, bevor ich sie in das große weite Internet schicke.

Das Vorhaben

Als Betriebssystem habe ich UbuntuServer ausgewählt. In der Standard kommt dieses OS lediglich mit kommandozeilenbasiert daher, also kein Mauszeiger, keine schicken Fenster. Aber das reicht auch völlig.

Auf diesen Server werden wir dann eine LAMP - Umgebung installieren. LAMP steht hier für:

L - Linux (unser UbuntuServer)
A - Apache 2 (der Webserver)
M - mySql (denn eine Datenbank brauchen wir natürlich auch)
P - PHP (eine Programmiersprache / Skript, damit dynamische Seiten auch dynamisch sind!)

Los gehts - Das Grundsystem!

Herunterladen kann man sich den Server völlig kostenlos hier herunterladen.

Das heruntergeladene ISO wird erstmal beiseite gelegt, jetzt konfigurieren wir uns noch eine kleine virtuelle Maschine.

Falls Oracle VirtualBox noch nicht installiert ist, holt man das schnell nach. Das Programm kann man ganz schnell googeln oder einfach hier herunterladen.

Die virtuelle Maschine vorkonfigurieren

Man klickt im Hauptfenster von Oracle VM VirtualBox einfach auf "Neu" und startet so den Assistenten für eine neue Maschine. Das praktische: Vergibt man hier einen Namen, in dem das Wort "Ubuntu" vorkommt, erkennt dies der Assistent und stellt von passende Werte ein, so dass wir hier nur noch bestätigen müssen.

Wir wählen also unseren Namen (ich habe meinen "Ubuntu Server" genannt) und klicken auf weiter. Eine Arbeitsspeichergröße von 512 MB ist nach meinen Tests völlig ausreichend, auch wenn ich meinem Server im Nachhinein 1GB RAM spendiert habe.

Zur Auswahl der Festplatte. Ein frischer Server benötigt in etwa 4 GB Speicherplatz. Wenn dann allerdings noch ein paar Homepages dazukommen, mit Medien, eventuell Videos und und und ... Ich habe mich hier ebenfalls auf die Vorlage von VirtualBox verlassen und die 8 GB übernommen. Als Wahl der Festplatte übernehme ich ebenfalls das Format VDI. Auf die Frage der Art der Speicherung bietet VirtualBox zwei Möglichkeiten: Fest oder dynamisch. Der Unterschied ist schnell erklärt:

Bei der Wahl dynamisch wird dem Betriebssystem 8 GB zugesichert, auf dem Gastsystem (dem Host) werden diese 8 GB aber zunächst noch nicht belegt, sondern die virtuelle Maschine holt sich diesen "dynamisch", so wie sie ihn braucht. Die Option "feste Größe" verhält sich wie eine eigenständige Platte. Auf dem Host wird eine 8 GB große virtuelle Festplatte erstellt.

Da das dynamische Verfahren etwas weniger performant ist, entscheide ich mich für die feste Größe, man ist ja spendabel. Um die Festplatte nicht im Standard-Ordner der VirtualBox auf C: zu erstellen, weil man z.B. wie ich eine eigene Partition für Daten und Programme hat, klickt man neben dem Festplattenname auf das kleine Ordnersymbol und wählt dort einen eigenen Speicherort aus.

Dann klickt man auf "Erzeugen" und schon wird die Festplatte in der Virtuellen Maschine erzeugt.

Hier nochmal alle Infos zusammengefasst:

  • Name: Ubuntu Server
  • RAM: 512 MB
  • Speicher: 8 GB

Im nächsten Teil geht es weiter mit der Installation von Ubuntu Server, der Konfiguration und der Installation der Komponenten für den Webserver!